Gedanken über Leben, Begleitung und Tod

Manche Texte informieren, andere laden zum Nachdenken ein. Alle folgen der gleichen Idee: dem Abschied Raum zu geben.

Sterbebegleitung – Was Angehörige wirklich brauchen
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Sterbebegleitung – Was Angehörige wirklich brauchen

Sterbebegleitung beginnt selten mit einem klaren Anfang. Es gibt keinen Moment, in dem jemand sagt: Jetzt beginnt diese Phase. Vielmehr schiebt sie sich langsam ins Leben, zuerst als leise Ahnung, dann als Gedanke, der sich immer häufiger meldet, bis er schließlich nicht mehr zu übersehen ist.

In einer Stadt wie Berlin geschieht das oft mitten im Alltag. Zwischen Terminen, Gesprächen und Wegen, die man schon unzählige Male gegangen ist. Während draußen alles weiterläuft, verändert sich im Inneren etwas. Man funktioniert noch, aber ein Teil von einem ist bereits an einem anderen Ort – in einem Zimmer, in dem jemand liegt, der gehen wird.

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Berlin trauert nicht mit
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Berlin trauert nicht mit

Berlin ist gut darin, weiterzugehen. Menschen gehen schnell, selbst wenn sie stehen. Wer hier aussteigt, steht im Weg. Ich habe diese Stadt lange als Trainingsgelände genutzt: Tempo aufnehmen, Gefühle verstauen, funktionieren. Man kann sich hier hervorragend unsichtbar machen, sogar vor sich selbst.

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„Wer hält ihre Hand, wenn sie gehen?“: Warum ich ehrenamtlich Sterbende begleite
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„Wer hält ihre Hand, wenn sie gehen?“: Warum ich ehrenamtlich Sterbende begleite

Viele Menschen sterben einsam. Unsere Autorin will das ändern und engagiert sich als Sterbebegleiterin. Dabei lernt sie viel über den Tod – und über das Leben.

Den Entschluss, zukünftig Sterbenden die Hand zu reichen, fasste ich vor etwa zwei Jahren. Ich saß mal wieder mit meinem Großvater in der Cafeteria des Seniorenheims in Berlin-Mitte, in dem er lebte. Ich schaute regelmäßig in alte Gesichter, manchmal waren sie um einiges jünger als das meines Großvaters.

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