Gedanken über Leben, Abschied, Sterbebegleitung und Tod
Manche Texte informieren, andere laden zum Nachdenken ein. Alle folgen der gleichen Idee: dem Abschied Raum zu geben.
Artikel über Abschied, Leben und Begleitung
„Wer hält ihre Hand, wenn sie gehen?“: Warum ich ehrenamtlich Sterbende begleite
Viele Menschen sterben einsam. Unsere Autorin will das ändern und engagiert sich als Sterbebegleiterin. Dabei lernt sie viel über den Tod – und über das Leben.
Den Entschluss, zukünftig Sterbenden die Hand zu reichen, fasste ich vor etwa zwei Jahren. Ich saß mal wieder mit meinem Großvater in der Cafeteria des Seniorenheims in Berlin-Mitte, in dem er lebte. Ich schaute regelmäßig in alte Gesichter, manchmal waren sie um einiges jünger als das meines Großvaters.
Berlin trauert nicht mit
Berlin ist gut darin, weiterzugehen. Menschen gehen schnell, selbst wenn sie stehen. Wer hier aussteigt, steht im Weg. Ich habe diese Stadt lange als Trainingsgelände genutzt: Tempo aufnehmen, Gefühle verstauen, funktionieren. Man kann sich hier hervorragend unsichtbar machen, sogar vor sich selbst.